Ja ja, ist auch schon ne Weile her. Aber ihr dürft trotzdem was drüber erfahren.
An Ostern bin ich nämlich mit Alicea erst nach Cardiff und dann nach Oxford gefahren. Meine erste größere Reise hier. Vorher war ich ja noch nicht wirklich irgendwo.
Also, am Karfreitag ging’s elendig früh nach Cardiff. Und ich fand’s toll. Cardiff ist echt wunderschön. An unserem ersten Tag da sind wir zum Bay und haben uns dort ein bisschen die Zeit vertrieben. In Cardiff versuchen sie, das Hafenviertel als neues Künstlerviertel aufzuziehen. Es gibt schon etliche schicke und sehr stylishe Cafés und einige Ausstellungshäuser. Und sehr extravagante Architektur. Das fand ich eigentlich am coolsten. Natürlich ist Cardiff eine alte Stadt und hat entsprechend tolle Altbauten. Und daneben sieht man dann total moderne, seltsam geformte Häuser.
Das ist zwar nicht am Bay, aber trotzdem mein absolutes Lieblingsfoto, einfach weil der Kontrast so geil ist. 
Vom Bay aus haben wir den Waterbus ins Stadtzentrum genommen. Ganz großes Kino. Ich mag Bootfahren
Im Stadtzentrum waren wir auf dem Central Market – überdachter Bazar eigentlich. Da gab’s alles. Fleisch, Obst, Haustiere, Werkzeug …
Ok, ich spring mal schnell vorwärts. Am Samstag haben wir die Schlossführung mitgemacht. Auch sehr schick. Alles irgendwie mittelalterlich. Allerdings so wie sich das zwei Kerle im 18. oder 19. Jahrhundert vorgestellt haben. Und die haben so viel Phantasie in das Schloss gesteckt. Also, das kann ich nur empfehlen. Geht nach Cardiff und schaut das Schloss an.
Zu Oxford ganz kurz … es war beeindruckend. Aber halt sehr … ich weiß auch nicht. Altehrwürdig. Nicht beeindruckend wie „hat mich umgehauen“. Sondern eher „jaaa … viele alte Gebäude“. Bitte nicht falsch verstehen. Die Stadt ist schön und toll zum Rumlaufen und einen Tag lang spazieren gehen. Aber es hatte echt gar keinen … keine Ahnung. Hat sich nicht nach Studentenstadt angefühlt. Die ganze Atmosphäre war ziemlich snobistisch. Schreibt sich das so? Ich mein das aber keinesfalls negativ. Keine Ahnung, wie ich es meine. Es war ein seltsames Erlebnis.
Das Highlight in Oxford war die eine Infotafel von so nem Park. Zu dem einen College gehört wohl ein recht bekannter Deer Park. Und weil die Viecher da auch so toll sind, wurde zu Kriegszeiten Folgendes beschlossen: Also … als während des Krieges (ich weiß gar nicht mehr welcher … WWII wahrscheinlich) das Essen und vor allem das Fleisch knapp wurde, hatten die Spießer vom College Angst um ihre deers … äh … Rehe? Und damit der Pöbel net anfängt, die guten Tiere zu jagen, wurde sie offiziell als Gemüse klassifiziert. Ganz richtig. Die Rehe in diesem Park in Oxford sind Gemüse
. Ich persönlich find’s n bisschen für’n Arsch. Denn wenn Fleisch knapp wird, greift man doch zu Gemüse, oder? Naja. Besonders interessant war die Tatsache, dass da nirgends stand, wann diese komische Klassifizierung aufgehoben wurde. Das gilt wahrscheinlich immernoch. Herrlich!